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Windenergie und Kombiklasse - Mallersdorf-Pfaffenberg

Windenergie in Mittelgebirgen und Kombiklassen in der Grundschule - ödp-Kreisvorstand diskutiert aktuelle Landkreisthemen ...

Zwei Schwerpunktthemen beschäftigten den ödp-Kreisvorstand am letzten Montag in Pfaffenberg: die Nutzung von Windkraft in Mittelgebirgen und die Situation in der Grundschule in Parkstetten, wo eine Kombiklasse eingerichtet werden soll. Martha Altweck-Glöbl schilderte zunächst die Situation in Parkstetten, wo eine Kombiklasse mit 22 Schülern der ersten und zweiten Jahrgangsstufe gebildet werden soll. Die weiteren ersten und zweiten Klassen sollen mit 26 bzw. 27 Schülern gebildet werden. Die Eltern in Parkstetten wehrten sich gegen die Kombiklasse und hätten im Landtag eine Petition eingereicht. Die ödp-Landtagskandidatin Juliane Eigner stellte dazu fest, dass es aus pädagogischer Sicht nicht so sehr die Frage sei, ob Schüler in einer Kombiklasse unterrichtet würden. Kombiklassen könnten nicht generell abgelehnt werden. Vielmehr sei es wichtig, dass die Klassengrößen zwischen 20 und 25 Schülern lägen und neben der Lehrkraft idealerweise noch eine zweite Person zur Betreuung und individuellen Förderung der Schüler zu Verfügung stehe. Wenn aber wie in Parkstetten, die Regelklassen zu Lasten der Kombiklassen vergrößert würden, dann sei das sicherlich ein gravierender Nachteil. Maria Birkeneder stellte fest, dass es schon ärgerlich sei, dass sich MdL Josef Zellmeier jetzt für die Petition der Parkstettener Eltern einsetze, dabei sei er im Bildungsausschuss des Landtags und hätte hier ideale Möglichkeiten, sich für verbesserte Bedingungen an Bayerns Schulen stark zu machen. Das Problem sei letztendlich, dass man den Bürgern vormachen wolle, man tue etwas für die Bildung unserer Kinder, in Wirklichkeit setze man aber immer mehr den Rotstift an, merkte Claudia Schinhärl aus Kirchroth an. Eine klare Linie sei in der Bildungspolitik schon lange nicht mehr erkennbar. So habe man quasi über Nacht das G8 eingeführt, was zu vermehrtem Nachmittagsunterricht geführt hat. Deshalb wurden für teueres Geld Schulkantinen errichtet. Jetzt soll der Nachmittagsunterricht in der Unterstufe gestrichen werden und es wird bereits diskutiert, ob nicht einige der erst vor kurzem errichteten Kantinen geschlossen werden müssen. So werde auf der einen Seite Geld zum Fenster hinaus geworfen, was auf der anderen Seite für die Einstellung von mehr Lehrern fehle, meinte Helmut Stumfoll. Ausgaben in die Bildung seien wichtige Zukunftsinvestitionen. Deshalb fordere die ödp Klassenstärken von maximal 20 Schülern und eine Teilung der Klasse bei mehr als 25 Schülern. Außerdem sei eine längerfristige Planung notwendig. Schließlich wisse man ja schon 6 Jahre im voraus, wie viele Schüler in einem Jahrgang neu eingeschult würden.

Anschließend beschäftigten sich die ödp-ler mit dem Thema Windenergienutzung. Bernhard Suttner stellte fest, dass die Menschheit kurz vor einer Energieversorgungskrise stehe. Die internationale Energiebehörde der OECD habe gerade erst wieder darauf hingewiesen, dass der hohe Ölpreis nur unwesentlich durch Spekulation bedingt sei, sondern vielmehr Ausdruck des Mißverhältnisses zwischen Angebot und Nachfrage. Die Ölförderung nehme kontinuierlich jährlich um 5 Prozent ab, während der Bedarf enorm steige. Es würden aber mittlerweile gar nicht mehr genug neue Erdölvorkommen gefunden, wie dies zur Deckung des Bedarfs notwendig wäre. Beim Erdöl sei die Problematik am auffälligsten. Dies ändere nichts an der Tatsache, dass dies auch für andere Energieträger wie zum Beispiel Uran gelte. Andererseits stelle dies aber auch eine große Chance für die Länder dar, denen es gelinge, ihre Energieversorgung rechtzeitig nachhaltig zu decken und von konventionellen Energieträgern weitgehend unabhängig zu machen. Dabei führe kein Weg an den drei E vorbei: Energieeffizienz, Energiesparen und erneuerbare Energien. Hierzu gehörte eben auch die Windenergie, die auch an sinnvollen Standorten in Mittelgebirgen genutzt werden müsse. Ulrike Silberbauer-Jurgasch bemerkte, dass Windkraftanlagen optisch nicht besonders schön seien, für die Energieversorgung aber einen zunehmend wichtigeren Beitrag leisteten. Helmut Stumfoll bemerkte, dass der Standort am Himmelberg bei Konzell vom Landratsamt gewissenhaft geprüft werde. Sollte sich dieser nicht innerhalb der gesetzlichen Vorgaben bewegen, die gerade bei Windkraftanlagen sehr streng seien, werde das Projekt auch nicht verwirklicht werden können. Die kontroverse Diskussion mit der Bürgerinitiative gegen die Windenergieanlage am Himmelberg, die bei der ödp-Wanderung zum geplanten Standort des Windrads vor zwei Wochen stattfand, wäre nicht nötig gewesen, stellte der Dr. Michael Röder fest. Wenn die Kommunen Vorranggebiete ausweisen würden, wie dies die ödp auch beim Mobilfunk fordert, könnten bereits im Vorfeld viele Probleme vermieden werden. Inverstoren hätten Sicherheit, in welchen Gebieten gebaut werden dürfte und Anwohner hätten Sicherheit, dass die Anlagen in ausreichender Entfernung von ihren Häusern errichtet würden.

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