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Pressemitteilung

Weltladenbesuch der ÖDP/ PU

Kandidaten aus der Stadt und dem Landkreis besuchen den Laden in der Zollergasse 7

Die Vergrößerung des Weltladens, der sich seit

Mitte Oktober 25 in der Zollergasse 7 befindet,

ermöglichte den Kandidaten der ODP/PU aus

der Stadt und dem Landkreis den Ausführungen

von Cordula Botzler-Neumann aufmerksam zu

folgen. Sie verstand es, die Gäste zu den Anfängen

der Weltladen-Bewegung zu Beginn der 1970er

Jahre mitzunehmen. Eine Bewegung, die sich nicht

abfindet mit Ungerechtigkeiten im Welthandel,

 sondern seit 50 Jahren eine faire Handelspartner-

schaft als Ziel hat. 1976 wurde der Weltladen

Dachverband mit Sitz in Mainz gegründet.

Inzwischen gibt es 900 Weltläden mit 10 000

engagierten, meist ehrenamtlichen MitarbeiterInnen.

 

„ Es geht um faire Löhne und um langfristige Han-

delsbeziehungen, vom Weltmarkt benachteiligte

Produzenten werden unterstützt, die Lieferketten

müssen transparent sein, das Verbot der aus-

beuterischen Kinderarbeit und geregelte Arbeits-

zeiten müssen eingehalten werden. Es darf keine

Diskriminierung von Frauen geben, Gewerkschaf-

ten müssen zugelassen sein um den Schutz

der Arbeiter zu garantieren. Die Genossenschaften,

in denen die Kleinbauern organisiert sind, müssen

mit den Prämien und den höheren Erlösen Fort-

und Weiterbildungen organisieren, effizientere

Maschinen anschaffen und die Wege zu den

Kaffee-oder Kakaoabnehmern organisieren.

Immer wichtiger wird die Einhaltung von

Umweltschutzkriterien und ein klimagerechter

Anbau.“

 

Nach diesem allgemeinen Exkurs interessierten

sich die Besucher für die wirtschaftliche Situation

des Straubinger Ladens: „Für uns ist der Verein

SIDEW (Solidarität in der einen Welt) , der 1993

gegründet wurde verantwortlich.  Der Sitz

ist im Fairtrade Handelszentrum in Langquaid.

15 Weltläden von Straubing bis in die nördlichste

Oberpfalz gehören dazu. Wir bestellen dort unsere

Waren, bekommen diese geliefert oder wir

holen sie dort ab. Hauptsächlich verkaufen wir

Kaffee und Schokoladenprodukte. Alle Waren-

auch Schmuck, Spielwaren und Stoffwaren

 werden mit Schiffen transportiert,“ so Cordula

Botzler-Neumann.

 17  Mitarbeiterinnen und 1 Mitarbeiter, die

ehrenamtlich tätig sind, stemmen den Verkauf 

und dadurch hat der Straubinger Weltladen

immer einen kleinen Gewinn erwirtschaften

 können. Dieser muss an die SIDEW abgeführt

werden, der die Kontrolle über die Läden hat

 und sich auch um die Bildungsarbeit kümmert.

 

Die Stammkunden nehmen die neue Örtlichkeit

sehr gut an. Dankbar äussert sich die Weltladen-

leiterin über die Vermieterin: „Wir haben jetzt

sehr gute Bedingungen, bei gleich hohen Miet-

kosten wie in dem sehr beengtem Laden am

östlichen Stadttor“. Von Vorteil ist jetzt, dass

die Kunden, die Kommissionen abholen

vor dem Geschäft parken können: „Die Pfarreien

sind unsere stabilsten Geschäftspartner, neben

Schulen, der Stadt Straubing und dem Begegnungs-

Cafe im Familienhaus.“   Sorgen bereitet der Preis-

anstieg von Kakao und Kaffe, der vor allem auf die

schlechte Ernte zurückzuführen ist. „Der Klima-

wandel ist in den Anbauländern ein zusätzliches

Problem.  Umso wichtiger sind stabile Handelsbe-

ziehungen und um gerechte Verteilung der

Gewinne, damit die Produzenten ihre Anbaumethoden

an die erschwerten Bedingungen anpassen können.“

 

 

 

 

 

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