ÖDP/PU will jungen Klimaschützern im Kreistag zuhören

Holzbauweise bei Landratsamtserweiterung eine Chance geben

Der von der ÖDP/PU beantragte Dialog mit den Akteuren der „Fridays for Future“- Bewegung soll nach Überzeugung der Fraktionsmitglieder nicht nur auf Verwaltungsebene laufen: „Wir wollen den Jugendlichen auf politsicher Ebene, also im Kreistag bzw. im zuständigen Umweltausschuss, zuhören und mit ihnen in Austausch kommen“ stellte Fraktionsvorsitzender Bernhard Suttner bei der Fraktionssitzung am vergangenen Montag im Hotel Murrer in Aiterhofen fest. Der Vorschlag der Verwaltung, den künftigen Klimaschutzmanager des Landkreises als Ansprechpartner für die Schülervertreter zu definieren, wurde dennoch begrüßt: „Das Gespräch muss auf allen Ebenen intensiv geführt werden – die Jugendlichen haben darauf ein Recht“ verlangte die stellv. Fraktionsvorsitzende Martha Altweck-Glöbl. 

Kreisrat Josef Gold berichtete von einem ersten Kontakt mit den Aktiven der Freitagsaktionen, den er als Energieunternehmer geführt habe: „Das Interesse der Jugendlichen war außerordentlich groß; es wurde konstruktiv, sachlich und lösungsorientiert diskutiert.“ Kreisrätin und Bürgermeisterin Anita Bogner betonte, dass bei dem von der Fraktion beantragten Gespräch den Jugendlichen durchaus eine Reihe von konkreten Leistungen des Landkreises für den Klimaschutz vorgestellt werden könne: „Die Eigenstromerzeugung auf den Dächern von kreiseigenen Gebäuden kommt gut voran und trägt zum Klimaschutz bei.“ Die kürzlich beschlossene Einrichtung einer Stelle „Klimaschutzmanager“ in der Landkreisverwaltung werde das Thema sachlich voranbringen und hoffentlich eine Vielzahl von konkreten Aktionen auslösen.  Auch der endlich eingeleitete Anschluss an den Regensburger Verkehrsverbund wird nach Ansicht Bogners dazu beitragen, „den ÖPNV attraktiver zu machen und so manche Autofahrt zu ersetzen.“ Hier gebe es aber noch sehr viel zu tun, stellte Kreisrat Helmut Stumfoll aus Mallersdorf-Pfaffenberg fest: „Der Verkehrssektor ist der wunde Punkt beim Klimaschutz.“ Er hoffe, dass der geplante Nahverkehrsplan und die Arbeit des dazu eingerichteten Arbeitskreises kreative Lösungen bringen.

Dass nun ernsthaft geprüft wird, ob der Anbau am Landratsamt in Holzbauweise ausgeführt werden kann, sei ebenfalls erfreulich, meinte Kreisrätin Maria Birkeneder: „Da ein Holzbau auf Jahrzehnte und Jahrhunderte hinaus Kohlenstoff speichert, stellt ein solches Gebäude einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz dar.“ Im Vergleich zu Beton und Ziegel sei das Baumaterial Holz auch schon bei der Bereitstellung energiesparend. Angesichts dieser Vorteile seien gegebenenfalls auch etwas höhere Kosten zu vertreten.

 


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