ÖDP/PU setzt sich für Regionalmarke Straubing-Bogen ein: Kurze Wege sind ein Beitrag zur Nachhaltigkeit

Nachfrage der ÖDP/PU stellt klar: „Schottergärten sind aufgrund der Bayerischen Bauordnung nicht erlaubt

Bei der Fraktionssitzung am vergangenen Donnerstag im Hotel Murrer in Aiterhofen ging es den ÖDP/PU-Kreistagsmitgliedern nicht nur um die Vorbereitung der anstehenden Ausschusssitzungen, sondern auch um neue Ideen für die Kreistagsarbeit. So wird man bald beantragen, für das Straubing-Bogener Land eine Regionalmarke zu entwickeln. „Wir möchten das Referat Wirtschaftsförderung im Landratsamt dafür gewinnen, nach dem Beispiel des Landkreises Regensburg ein Herkunfts-Label für Nahrungsmittel aus dem Straubing-Bogener-Land aufzubauen“ kündigte die stellv. Fraktionsvorsitzende Martha Altweck-Glöbl an. Die Versorgung auf kurzen Wegen sei eine Chance für die lokale Landwirtschaft und für eine nachhaltige Entwicklung der ganzen Region: „Kurze Wegen sind gut für das Klima und für die lokale Wirtschaft.“

Im Mittelpunkt der Sitzung stand aber die anstehende Entscheidung über die Frage, in welcher Weise der Anbau an das Landratsamt erstellt werden soll. Die von einem Architekturbüro erstellte erste Kostenermittlung sei unbefriedigend, meinte Kreisrat Dr. Röder: „Wir brauchen für die Entscheidung eine zweite Meinung, am besten von einem im Holzbau erfahrenen Büro.“ Notfalls müsse die Entscheidung noch um einige Monate verschoben werden, um aussagekräftige Daten zu sammeln. Das müsse nicht schädlich sein, „weil ja die Bundesregierung aktuell angekündigt hat, den Holzbau zu fördern – womöglich stehen da neue Zuschussmöglichkeiten ins Haus“ meinte Röder. In diesem Zusammenhang wies Kreisrätin und 1. Bürgermeisterin Anita Bogner darauf hin, dass der Landkreis ja eine neue Stelle „Klimamanagement“ geschaffen habe: „Eine derart weitreichende Baumaßnahme mit Millionenaufwand muss auch unter dem Klimaaspekt beurteilt werden – da wäre die Beteiligung dieser Fachkraft sinnvoll.“ Auf jeden Fall wird die Fraktion sehr bald den Kontakt mit dem Klimamanager suchen, dessen Vorschläge diskutieren und eigene Vorschläge zum Thema Klimaschutz einbringen. „Es ist jetzt nicht mehr die Zeit für gute Worte, vielmehr müssen wir den bereits erfolgten Maßnahmen Schritt für Schritt weitere hinzufügen, um bald das Ziel eines klimaneutralen Landkreises zu erreichen“ forderte Fraktionsvorsitzender Bernhard Suttner.

Skeptisch zeigte sich die Fraktion hinsichtlich des Antrages der SPD, im Anbau des Landratsamtes auch eine Kindertagesstätte unterzubringen. Nicht nur das Fehlen eines geeigneten Freigeländes sei problematisch, führte Kreisrätin Birkeneder aus: „Die Kinder haben Vorteile, wenn sie nicht am Arbeitsplatz der Eltern, sondern am Wohnort in den Kindergarten gehen und dort Freundschaften mit anderen Kindern aus Dorf und Nachbarschaft schließen können.“

Zustimmen wird die Fraktion aber dem Antrag der Sozialdemokraten, das Parkdeck am Landratsamt mit Dach und einer großen PV-Anlage auszustatten: „Der Strom wird ganz bestimmt nicht nur für Ladestationen sondern mittelfristig auch für Klimaanlagen in den Büros im 4. Stock des Landratsamtes gebraucht“ urteilte Kreisrat Helmut Stumfoll.

Abschließend informierte Fraktionsvorsitzender Suttner noch über eine interessante Regelung im Artikel 7 der Bayerischen Bauordnung: Danach müssen nicht bebaute Grundstücksteile begrünt oder bepflanzt werden. Er habe auf Anfrage von der zuständigen Juristin des Landratsamtes schriftlich bestätigt bekommen, dass diese Vorschrift durchaus als Verbot der heute modischen „Schottergärten“ aufgefasst werden müsse. Allerdings sei die Bauverwaltung personell nicht in der Lage, solchen Verstößen nachzugehen.


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