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Pressemitteilung

Neue Initiative für einen starken und nachhaltigen Landkreis Straubing-Bogen gegründet

„Regionalität ist Zukunftsschutz“

Straubing/Landkreis. Ein starkes Zeichen für den Klimaschutz und die heimische Landwirtschaft: Am vergangenen Montag hat sich in Straubing die neue Initiative „Regionalität ist Zukunftsschutz für Arten, Klima und Landwirtschaft“ offiziell formiert. Unter dem Leitspruch „Bauern stärken, Arten schützen, Zukunft regional sichern“ setzt sich das Bündnis dafür ein, die Abhängigkeit des Landkreises von globalen Rohstoffmärkten zu verringern und stattdessen heimische Strukturen konsequent zu fördern.

Die Initiative versteht sich als strategischer Impulsgeber für eine Ökomodellregion. Ziel ist es, den Landkreis Straubing-Bogen zum Vorreiter einer enkeltauglichen Landwirtschaft zu machen. Im Fokus steht dabei der Aufbau regionaler Wertschöpfungsketten, um die Abhängigkeit von Importen – wie etwa Überseesoja – nachhaltig zu beenden.

Vernetzung vom Acker bis zum Teller

„Eine Ökomodellregion lebt von der engen Vernetzung aller Akteure“, erklärte Initiator Michael Hirtreiter bei der Gründungsversammlung. Das Ziel sei es, Erzeuger, lokale Verarbeiter wie Ölmühlen und Metzgereien sowie den Handel an einen Tisch zu bringen. Damit folgt die Initiative den Leitplanken des bayerischen Landesprogramms Bio-Regio 2030. „Wir wollen das Bio-Regio-Management vor Ort mit Leben füllen und zeigen, dass heimisches Eiweiß aus Soja, Lupinen und Erbsen ein Gewinn für alle ist: für die Bauern, die Umwelt und die Verbraucher gleichermaßen“, so Hirtreiter.

Identität und Transparenz schaffen

Neben der ökonomischen Verzahnung setzt die Initiative auf eine gezielte Bewusstseinsbildung. „Die Bürgerinnen und Bürger wollen wissen, woher ihr Essen kommt. Wir schaffen die nötige Transparenz und stärken damit die regionale Identität“, betonte Martina Kögl. Durch geplante Öko-Kleinprojekte und Informationstage soll der Mehrwert von regionalen Lebensmitteln – über das reine Bio-Siegel hinaus – für jedermann greifbar werden.

Laut Bettina Schröfl ist ein breites Bildungsangebot geplant: Vorträge von Spezialisten aus den Bereichen Landwirtschaft, Lebensmittelvermarktung und Außer-Haus-Verpflegung sollen sowohl Landwirte als auch Verbraucher ansprechen und für die Thematik sensibilisieren.

Alle Landwirte mitnehmen: Antwort auf Mercosur

Ein zentrales Anliegen der Initiative ist die Inklusivität. Andreas Molz bekräftigte, dass es entscheidend sei, alle Landwirte – unabhängig von ihrer Wirtschaftsweise – mitzunehmen. Gerade angesichts des drohenden Abschlusses des Mercosur-Abkommens sei es für die hiesigen Betriebe überlebenswichtig, sich zukunftssicher und unabhängig von globalen Preisverwerfungen aufzustellen.

Die Vorsitzenden des ÖDP-Kreisverbandes, Hans Jürgen Hahn und Angela Ramsauer, sicherten der Initiative ihre volle Unterstützung zu. Da das Thema ein Kernanliegen ihrer politischen Arbeit darstellt, kündigten sie an, den Dialog mit Vertretern anderer Parteien im Kreistag und Stadtrat zu suchen, um eine breite politische Basis für das Projekt zu gewinnen.


 

 

 

 

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