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Gleiche Entlastungswirkung wie Laberauentrasse - Mallersdorf

Umgehung Mallersdorf-Pfaffenberg - Südtrasse kann gleiche Entlastungswirkung wie Laberauentrasse bewirken

Mallersdorf-Pfaffenberg: Dr. Michael Röder konnte am letzten Sonntag wieder zahlreiche Spaziergänger vor der Mallersdorfer Landgerichtsapotheke zum mittlerweile traditionellen Spaziergang der ödp-Ortsgruppe durchs Labertal unter dem Motto �Solange es noch geht� begrüßen. Röder stellte zu Beginn dar, dass er es prinzipiell begrüße, dass sich nun eine Gruppe von Bürgern formiere, die sich für die Trasse durch die Labertalaue ausspräche. Dies biete endlich die Möglichkeit zu einer öffentlichen, inhaltlichen Diskussion. Die Diskussion dürfe sich aber nicht ausschließlich auf eine vermeintliche Entlastungswirkung der geplanten Trasse auf direkte Anlieger der bisherigen Staatstraße beziehen. Selbstverständlich sei der Wunsch dieser Anlieger auf Entlastung vom Verkehrslärm nachzuvollziehen und zu unterstützen. Auch die Kritiker der Trasse durch die Laberauen würden voll hinter diesem Anliegen stehen. Der gewünschte Effekt sei aber mit entsprechenden begleitenden Maßnahmen auch bei einer südlich von Nieder- und Oberlindhart gelegenen Umgehung erreichbar. Dies gehe auch aus dem Verkehrsgutachten aus dem Jahr 2000 hervor. Die ebenfalls berechtigte Sorge von Bürgern in der Bachstraße, der Laberstraße oder Oberlindhart vor einer Schädigung ihrer Anwesen durch Hochwasser, dürfe bei der Diskussion auch nicht unberücksichtigt bleiben. Ebenso seien viele weitere Punkte wie Lärmausbreitung, Grundwasserveränderungen, Denkmal- und Naturschutz, aber auch Flächenverbrauch zu berücksichtigen und gegeneinander abzuwägen. Nur wenn man alle relevanten Punkte beachte, könne das Ergebnis eine Entscheidung sein, die wirklich dem Gemeinwohl diene. Dabei dürfe man aber nicht vergessen, dass zumindest die Marktstraße und die Straubinger Straße Hauptstraßen seien und dieses auch blieben, egal welche Umgehungsstraße gebaut werde. Dies läge an der zentralen Lage, von Einkaufsmärkten und Schulen, die auch weiterhin für eine hohes Verkehrsaufkommen sorgen würden. Röder stellte fest, manch einer der Anlieger von Marktstraße oder Straubinger Straße werde sich wundern, wenn er jetzt mit wehenden Fahnen den Bau der Straße durch das Labertal fordere, sich aber nach dem Bau an der Situation vor seiner Haustüre kaum etwas merklich ändere. Aus dem genannten Verkehrsgutachten gehe nämlich auch hervor, dass zwei Drittel des Verkehrs in Mallersdorf-Pfaffenberg Quell- oder Zielverkehr sei und nur ein Drittel Durchgangsverkehr. Deshalb sei die Trasse durch die Labertalauen aus Sicht der Verkehrsentlastung günstiger, da diese zumindest einen geringen Teil des Quell- und Zielverkehrs aufnehmen könne. Die gleiche Wirkung sei aber laut Gutachten mittels entsprechender �restriktiver Maßnahmen im bestehenden Verkehrsnetz� beim Bau einer südlichen Trasse zu erreichen. Genau diese �restriktiven Maßnahmen� würden aber auch von den Befürwortern der Trasse durch die Labertalauen gefordert, um tatsächlich eine spürbare Entlastung aller betroffenen Bereiche zu erreichen. Diese geforderten Maßnahmen bestünden in einer Sperrung der Kreisstraße 59 von Upfkofen nach Mallersdorf für den Schwerverkehr, die Umleitung sprich Sperrung der Kreisstraße 66 von Oberlindhart nach Niederlindhart für LKWs sowie die �funktionale Umgestaltung von zentralen Plätzen im Rahmen der Städtebauförderung�. Hierbei sei die Umgestaltung und Verkehrsberuhigung der Mallersdorfer Hofmark sowie des Pfaffenberger Marktplatzes gemeint, wobei dies bei einer südlichen Trasse von vornherein eingeplant werden müsse, während es bei der Laberauentrasse als möglicher erwünschter Effekt angesehen werde. Würde man nun diese Aspekte des Verkehrsgutachtens sowie die möglichen positiven und negativen Aspekte beider Varianten gegeneinander abwägen, so würde die Entscheidung eindeutig zu Gunsten einer südlich der Bahnlinie Neufahrn-Straubing gelegenen Trasse ausfallen. Wichtig sei hierbei auch, dass der zukünftig weiter stark steigende LKW-Durchgangsverkehr möglichst weit außerhalb und nicht mitten durch die Ortsteile hindurch geleitet werde. Die Spaziergänger gingen nach dieser Information über den Wiesenweg nach Niederlindhart, wo bei Kaffee und Kuchen im Gasthaus Loher eingekehrt und weiter diskutiert wurde.

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