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Für und Wider Sozialer Netzwerke - Kreisvorstand tagte in Parkstetten

"Twitter, facebook, youtube, StudiVZ - als Partei werden wir hier auf Kreisebene künftig auch präsent sein, präsent sein müssen, um junge Menschen, in der ihnen vertrauten Art erreichen zu können", fasste Kreisvorsitzender Bernhard Suttner die durchaus engagierte und teilweise kontroverse Diskussion im Kreisvorstand zusammen.

Die Verantwortlichen beim Volksbegehren zum Nichtraucherschutz auf bayernebene seien hier diese neuen Kommunikationswege gegangen und hätten besonders auch in der Altersgruppe von 18 bis 35 Jahren sehr viel Zuspruch erfahren. Dies werde in der Vorbereitung auf den Volksentscheid zum Nichtraucherschutz am 4. Juli so fortgesetzt und intensiviert.

Doch auch eine andere Seite von Sozialen Netzwerken müsse beachtet werden, leitete Franz-Xaver Geiger die kritische Diskussionphase ein. "Informationen dieser Art hätten wir damals nur unserem mehrfach verschlossenen Tagebuch anvertraut", informierte Martha Altweck-Glöbl über einen sehr intimen Eintrag eines Mädchens in der persönlichen öffentlichen facebook-Seite. "Außerdem geben viele junge Menschen wie selbstverständlich persönlichste Informationen und Fotos preis, die ihnen zum Beispiel bei Bewerbungsgesprächen sehr zum Verhängnis werden können". Auch eigne sich dieses Medium sehr gut, Gerüchte über Menschen in Umlauf zu brinben, falsche Verdächtigungen zu veröffentlichen, kurz Rufmord zu betreiben. Die Experten nennen dies Cyber-Mobbing. Dazu komme das Geschriebenes wesentlich schwerer auszutilgen sei als ein unbedachtes Wort. Hier müsse noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden, damit junge Menschen mit ihren persönlichen Daten und diesen neuen Möglichkeiten verantwortungsvoll umgehen lernen.

Martin Seubert aus Parkstetten, der künftige Webmaster und Onlinebeauftragte der ödp auf Kreisebene informierte in seinem Vortrag mit Online-Unterstützung ausführlich über die technischen Details von Sozialen Netzwerken wie facebook, studiVZ und weiteren lokalen Netzwerken und führte den Anmeldevorgang sowie die weiteren Möglichkeiten, Fans oder "Freunde" zu bekommen oder abzulehnen, vor.

Sehr interessant für die Kreis-ödp bzw. für deren Vertreter und Vertreterinnen scheint ein anderer vom Referenten angesprochener Online-Dienst zu sein, wichtige und auch weniger wichtige Informationen in Echtzeit vielen interessierten Menschen anbieten zu können. Während prominente Politiker weltweit sich schon selbstverständlich des Nachrichtendienstes Twitter oder ähnlicher Dienste bedienen, ist dies auf lokaler Ebene noch sehr wenig verbreitet. Da auf dieser Ebene Jugendliche von Entscheidungen meist direkt betroffen sind, siehe die Diskussion um den Bahnhofsumbau, könnte dies Jugendliche sehr interessieren. Ob per Computer, Notebook oder Smartphone schreiben Menschen ihnen wichtige Informationen sehr zeitnah in ihren Twitter-Account und alle "Follower", also Menschen die diesem Menschen "folgen", dessen Nachrichten also kostenlos abbonnieren, können diese Informationen auf ihrer eigenen Twitter-Seite sofort lesen. Bernhard Suttner kündigte an, künftig Twitter zu nutzen, um Informationen zu verbreiten.

"Auch wenn wir uns der mit sozialen Netzwerken verbundenen Gefahr nicht verschließen dürfen, auf diese Gefahr immer wieder hinweisen müssen und Eltern auffordern mit ihren Kindern ins Gespräch zu kommen und ihnen hin und wieder über die Schulter zu sehen, so müssen wir auch als Partei die neuen Medien als Informationskanal nutzen, die vielen Jugendlichen schon so selbstverständlich sind", bedankte sich Bernhard Suttner bei Familie und Martin Seubert für Bewirtung und Vortrag und beendete die Versammlung.

 

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