Erwerb des Ziegeleigeländes oder Rathausneubau?

Bürgermeisterkandidat Dr. Röder begrüßte im Haus der Vereine in Oberhaselbach am letzten Montag zahlreiche Zuhörer zur ÖDP-Wahlversammlung.

Einen Schwerpunkt seines Vortrags legte er auf das Thema selbstbestimmtes Leben im Alter. Kinder lebten häufig nicht mehr am Wohnort der Eltern. Deshalb müsse die Kommunalpolitik Rahmenbedingungen schaffen, damit man im Alter möglichst lange selbstständig leben könne. Hier gelte es seniorengerechte Wohnmöglichkeiten mit fußläufig erreichbarer Nahversorgung zu schaffen.
Eine große Chance sei vor 4 Jahren vertan worden, als das Ziegeleigelände im Herzen Pfaffenbergs trotz der damaligen Bereitschaft der Besitzer zum Verkauf nicht von der Gemeinde erworben wurde. Von den Markträten der CSU seien immer nur die hohen Risiken des Kaufs aufgrund vermuteter Altlasten betont worden. Mittlerweile sei dies mittels Gutachten geklärt und in einer Größenordnung, die einen Bruchteil der Kosten des Grundstücks betragen hätte. Dies wäre durchaus auch von der Gemeinde zu schultern gewesen und in einem finanziellen Rahmen, der oft schon bei der Sanierung von Nebenstraßen überschritten werde. Im Gegensatz dazu habe man beim von der ÖDP abgelehnten Beschluss ein neues Rathaus zu bauen, die ursprüngliche Kostenschätzung ohne mit der Wimper zu zucken um 5 Millionen Euro überschritten. Nüchtern betrachtet baue man mit dem neuen Rathaus für 8 Millionen Euro ein Verwaltungsgebäude, in dem gerade einmal 16 Mitarbeiter arbeiteten. Auf der einen Seite nur die Risiken eines zukunftsorientierten Projekts zu betonen, auf der anderen Seite später dringend z. B. für die Sanierung der Schule benötigtes Geld für einen überflüssigen Rathausbau auszugeben, sei kein Zeichen verantwortungsvoller Politik.
Für die ÖDP stehe die Lebensqualität der Bürger im Vordergrund und nicht der Bau von Prestigeobjekten.


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