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Der Ukraine-Krieg fordert uns zum Energiesparen heraus und nicht zur längeren Atomkraftnutzung

Becker: „Laufzeit-Verlängerung für AKW Isar 2 keine Option“

Agnes Becker, stellv. Landesvorsitzende (Foto: ÖDP)

Die ÖDP lehnt eine Laufzeitverlängerung für das letzte bayerische Atomkraftwerk Isar 2 über den 31. Dezember 2022 hinaus kategorisch ab. „Das ist für uns keine Option. Dass vor allem CSU-Politiker diesen Vorschlag mit Putins verbrecherischem Angriffskrieg begründen, ist unerträglich. Jahrzehntelang haben diese Herrschaften in ihren jeweiligen Ämtern fleißig mitgeholfen, den Ausbau der Erneuerbaren Energien massiv zu blockieren und so die Abhängigkeit von Despoten und Diktatoren der Welt zementiert. Dass Putin jetzt einen auch durch deutsche Gas-, Öl- und Kohle-Milliarden mitfinanzierten Angriffskrieg gegen ein Nachbarland führt, ist an Bitterkeit kaum zu übertreffen und wäre eigentlich ein Grund für die CSU-Politiker Huber, Straubinger, Ramsauer & Co., sich in Grund und Boden zu schämen“, erklärt die stellvertretende ÖDP-Landesvorsitzende Agnes Becker. 

„Alle, die an Atomkraft-Laufzeitverlängerungen arbeiten, müssen wissen, dass es dagegen Großdemonstrationen geben wird“, kündigt die ÖDP-Politikerin an. Stromsparen sei stattdessen „das Gebot der Stunde“. „11 Milliarden kWh produziert Isar 2 pro Jahr. Wenn jede/r Deutsche 132 kWh im Jahr einspart, ist die Abschaltung ausgeglichen. Das ist leicht erreichbar und es wäre auch ohne Putins Kriegsverbrechen sinnvoll“, sagt Becker. 

Die ÖDP Bayern fordert ein Stromspar-Sofortpaket der Kommunen. Durch Abschalten von Leuchtreklame nachts, durch ein Verbot unnötiger Beleuchtung von Gewerbebauten, durch eine an tatsächliche Sicherheitserfordernisse angepasste zeitliche und technische Begrenzung der Straßenbeleuchtung und viele weitere Maßnahmen könne noch weit mehr gespart werden als Isar 2 produziert. Zu überlegen wäre nach Ansicht der ÖDP auch, ob Haushalten mit sehr geringen Einkommen ein einmaliger Zuschuss für die Beschaffung stromsparender LED-Leuchtmittel erhalten könnten. „Diese Vorschläge sind längst nicht abschließend. Wir fordern alle politisch Verantwortlichen zur Kreativität bei der Einsparung elektrischer Energie auf“, so Becker.

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