Pressemitteilung
Alle ÖDP-Kreisräte fahren elektrisch- Vorbild für den Landkreis
Kreisräte sollten eine Vorbildfunktion einnehmen
Rain: Die ÖDP-Kreisräte fordern in Ihrer Fraktionssitzung in Rain, dass das Landratsamt seine Dienstautos auf E-Autos umstellt. E-Autos sind mittlerweile bei den Neuzulassungen in Deutschland das stärkste Segment. Im Juni 2026 waren 28,3 % aller neu zugelassenen Autos reine Elektroautos (BEV). Gegenüber den Vorjahresmonat eine Steigerung um 78 %. Es sind vor allem wirtschaftliche Gründe, die dazu führen, dass immer mehr Menschen auf E-Autos umsteigen, denn Elektroautos sind effektiver und sparsamer.
Kreisräte sollten eine Vorbildfunktion einnehmen, so Kreisrat Josef Gold, der selbst seit sei 12 Jahren ausschließlich elektrisch fährt. Sein Kollege Christian Waas fährt seit 11 Jahren elektrisch, Kreisrätin Anita Bogner seit 4 Jahren und Martha Altweck-Glöbl seit wenigen Tagen einen gebrauchten VW ID.3.
Die Wirtschaftlichkeit ist aber für die ÖDP-Kreisräte jedoch nur zweitrangig. Vielmehr geht es um Nachhaltigkeit sowie um die Unabhängigkeit von den Ölscheichs, von Putin oder Trump. Wir haben in Deutschland genug eigene Energie, um die Mobilität zu elektrisieren. Wir müssen kein Öl von Autokraten einkaufen und damit Kriege finanzieren. Deshalb fordert die ÖDP-Fraktion im Kreistag die Umstellung der 20 Dienstautos auf E-Autos. Bei einem Umstieg auf Elektroautos würde der Landkreis jährlich rund 40.000 Euro einsparen. 100 km Fahrstrecke kosten dem Landkreis bei einem Elektroauto weniger als 5 Euro, da er weniger als 25 Cent je kWh für den Strom bezahlt. Bei einem Benzin-Auto zahlt man derzeit für die gleiche Strecke14 Euro. Hinzu kommen neben der Kfz-Steuer Befreiung noch die THG-Prämie von ca. 350 Euro jährlich und natürlich geringere Wartungskosten. Bei einer jährlichen Fahrleistung von 20.000 km ergibt sich so eine Ersparnis von über 2.000 Euro je Fahrzeug. Hinzu kommt noch das bessere Fahrgefühl.
Leider hat der Kreistag den ÖDP-Vorschlag abgelehnt, den Mitarbeitern gegen Entgelt das Laden ihres E-Auto an den landkreiseigenen Ladesäulen zu gestatten. E-Autos sollten möglichst in den Mittagsstunden geladen werden, da in dieser Zeit sehr viel Solarstrom in unserem Stromnetz vorhanden ist. Deshalb wollte die ÖDP-Fraktion erreichen, dass die Mitarbeiter des Landratsamts während der Arbeitszeit ihr E-Auto gegen eine Gebühr laden können. Dass hätte zwei wesentliche Vorteile: zum einen wird das Stromnetz entlastet und zu anderen wäre das Laden durch den günstigen Strompreis, den der Landkreis bezahlt, deutlich preiswerter als in öffentlichen Ladestationen. Hinzu käme die Vorbildfunktion, denn künftig sollten Firmen ihren Mitarbeitern das Laden am Arbeitsplatz mit oder ohne Gebühr ermöglichen.
